Wohnraum für Alle statt Armenhäuser

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Kundgebung gegen Unterkünfte zweiter Klasse

Es stehen Wahlen an in Berlin und die Parteien entdecken die Mieter*innen Berlins als Wähler*innen. Die SPD, die zurzeit regiert und wohl auch zukünftig regieren wird, verspricht beispielsweise 100.000 neue kommunale Wohnungen. Da nur knapp ein Drittel von ihnen mit moderaten Mieten geplant sind, bedeutet dies für die überwiegende Mehrheit der Berliner*innen: die Suche nach einer Wohnung bleibt ein harter Kampf. Denn weiterhin werden vor allem private Investor*innen gefördert. Dabei wäre grade jetzt ein neuer sozialer Wohnungsbau bitter notwendig. Sogar die eigenen Berechnungen des Senats für Stadt und Umwelt zeigen: mit den bisher geplanten Bauprogrammen wird es keinen relevanten Zuwachs an Wohnraum geben, der für alle Menschen in Berlin bezahlbar ist.

Stattdessen wird von Seiten des Senats etwas ganz anderes geplant: neue Armenhäuser. In ihnen sollen langfristig all diejenigen untergebracht werden, die wenig Geld und keine Freund*innen in der Politik haben. Ausprobiert werden sie an den Neuberliner*innen, die aus den Krisenregionen der Welt nach Berlin geflohen sind. Aktuell sind diese geplanten Unterkünfte unter dem technokratischen Kürzel MUF (Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge) bekannt. Doch schon bald, frohlockt der Senator für Stadtentwicklung Geisel, sollen hier auch Senior*innen, Studierende und Menschen mit geringem Einkommen wohnen. Continue reading

Neue Protest-Seite: Investorenarchitektur.de

Als kleine Teil-Initiative des Berlin-für-alle-Bündnisses wurde die Internetseite Investorenarchitektur.de ins Leben gerufen – gegen die rein ökonomisch motivierten Hervorbringungen moderner Architektur.
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Die Seite übt Kritik an einem kultur- und geschichtslosen, durch Spekulation getriebenen Städtebau.

Überall ist der Architekt nur noch ein Techniker. Er schafft es, eine Genehmigung zu kriegen, dann gibt er das Projekt ab. Das ist für mich ein Hauptgrund für den Niedergang.
Álvaro Siza (Portugiesischer Architekt)

Weiterlesen: Artikel auf Telepolis.de | Link zur Seite Investorenarchitektur.de

Recht-auf-Stadt-“Wimmelbild”

Passend zu den sozialen Kämpfen um bezahlbaren Wohnraum in Berlin – und gegen die um sich greifende Gentrification und Segregation der Städte ist ein “Wimmelbild” zum Thema erschienen. Siehe Link hier.

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Das Wimmelbild „Recht auf Stadt“ zeigt comic-dokumentarisch Initiativen und Aktionen von Menschen, die ihr Lebensumfeld „Stadt“ aktiv gestalten. Sie wehren sich gegen Verdrängung und Zerstörung und verfolgen dabei kooperative und solidarische Ansätze, die sie der kapitalistischen Verwertungslogik entgegensetzen. Die dargestellten Szenen sind real-fiktiv, viele haben so oder so ähnlich stattgefunden, einige der über 2000 Figuren sind realexistierenden Personen (und Tieren) nachempfunden.

Markus Wende, Trickfilmzeichner in Berlin, hat das Bild nach thematischer Inspiration des Tübinger Aktionsgeschichten-Sammlers Marc Amann gezeichnet.
Seit Anfang Juli 2016 wird das Wimmelbild “Recht auf Stadt” als A1-plus-Plakat kostenlos verteilt.

Die Erstellung des Bildes sowie der Plakatdruck beim Hinkelstein Kollektiv Berlin wurden  finanziert von den AnStiftern in Stuttgart, dem Jugendbildungsnetzwerk der Rosa  Luxemburg Stiftung, dem Netzwerk Selbsthilfe Berlin sowie weiteren Unterstützer*innen.
Das Plakat liegt bundesweit in verschiedenen alternativen Buch- und Infoläden, offenen Werkstätten, auf Aktionscamps, bei Vernetzungstreffen und Konferenzen kostenlos zum  Mitnehmen aus.

PS: Für alle BerlinerInnen, die von der sogenannten “Mietpreisbremse” Gebrauch machen möchten, ist im Übrigen auch dieser Artikel auf Telepolis mit einer Anleitung erschienen:
Howto Mietpreisbremse

Einladung zur 4. Versammlung

Komm zur Versammlung und bring deine Atzen mit!

Interessierte, Unterstützer_innen, Genoss_innen!

Wir treffen uns unter freiem Himmel auf dem Mariannenplatz und werden gemeinsam beratschlagen, was wir in den kommenden Wochen machen wollen und können, um gegen das Berlin, so wie es ist, zu protestieren. Gegen das Berlin von Abschiebe- und Räumungssenator #Henkel, der so viele Menschen wie möglich abschieben will und der die linksalternative Szene hasst, gegen das Berlin der steigenden Mieten und gegen das Berlin des Sparzwangs und des Verwaltungschaos.
Wir haben die Vision eines anderen Berlins. Ein demokratisches Berlin, in dem Volksentscheide nicht von den Politikern wieder rückgängig gemacht und Verfahrentricks umgangen werden. Ein Berlin, in dem alle Menschen Bürger dieser Stadt sein können, wenn sie es wollen, egal woher sie kommen. Ein Berlin, in es bezahlbaren und guten Wohnraum für alle gibt. Ein Berlin, in dem alternative Wohn- und Kulturprojekte wie die #Rigaer94 und #Friedel54 eine Platz haben und als das anerkannt werden, was sie sind: wichtig für den Charakter diese Stadt.
Schon bald wird der Wahlkampf-Zirkus der Parteien wieder die Straßen der Stadt beherrschen. Wir setzen die Paradedisziplin in der demokratische Meisterschaft der Bürger gegen Bürgermeister Müller und seinen Senat des Schreckens: Den Widerstand.
Dies ist eine Einladung an alle, die keine Wahlkampffloskeln mehr hören können, an alle, die nicht (mehr) durch die Parteien vertreten werden und an alle, die viel lieber in Solidarität leben wollen. Das Leben ist schön. Berlin für alle!

Mittwoch, 13. Juli | 18 Uhr | Mariannenplatz Berlin-Kreuzberg

PM: Demonstrierende fordern „Wohnraum für Alle“ statt Schloss

Die Castingshow für die WG im Stadtschloss beginnt. Doch eigentlich wollen sie alle lieber guten bezahlbaren Wohnraum für Alle #stattschloss

Die Castingshow für die WG im Stadtschloss beginnt. Doch eigentlich wollen sie alle lieber guten bezahlbaren Wohnraum für Alle #stattschloss

Berliner Filz zieht ins Stadtschloss ein

Demonstrierende fordern „Wohnraum für Alle“

Die Initiative „Berlin für Alle“ hatte zum Protest gegen den Tag der Deutschen Immobilienwirtschaft im Stadtschloss mobilisiert, zusätzlich hatte ein Witzbold auf WG-Gesucht zum Besichtigungstermin geladen. So sammelten sich am Mittwoch den 08.06. ab 19:00 bis zu 300 Menschen am Stadtschloss und forderten Wohnraum für Alle statt Prestigeprojekte.

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PM: Recht auf Stadt statt Schloss, ab ins Stadtschloss

Ein Piano zieht in Stadtschloss. Recht auf Stadt statt Schloss! Wohnraum für Alle!

Ob wohl auch jemand ein Klavier mit zum Einzug ins Stadtschloss bringt?
Foto: High ContrastSelbst fotografiert, CC BY 3.0 de

Sozialwohnung statt Stadtschloss?

Initiative „Berlin für Alle“ feiert Umzugsparty in Mitte.

„Bringt Nierentisch und Ohrensessel, Stehlampe und Chaiselonge“ heisst es im Aufruf des Bündnis: „Berlin für Alle“, die am kommenden Mittwoch zum Berliner Stadtschloss aufruft. Statt der Hohenzollernfassade würden die AktivistInnen dort lieber Sozialwohnungen sehen, deshalb rufen sie zur symbolischen Einzugsparty auf.
Denn am 8. Juni trifft sich im Schloss-Rohbau der „Tag der Deutschen Immobilienwirtschaft“ zum Networken, eine Lobbyorganisation der Vermieter. Unter dem Motto „Recht auf Stadt statt Schloss – Wohnzimmer statt Lobby“ fordern die Protestierenden dagegen die Umwandlung des 590 Mio Euro teuren Schlosses in Sozialwohnungen.

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Die 3. Versammlung

Einladung Berlin für alle

“Berlin für Alle!” richtet sich gegen die herrschende Sparpolitik und den um sich greifenden Rassismus. Eingeladen sind alle, denen es egal ist, welchen Pass ein Mensch besitzt, alle, die gemeinsam in Solidarität miteinander leben wollen und sich durch Parteien und Politiker_innen nicht vertreten fühlen.

Unsere kommende Versammlung findet unter freiem Himmel statt, im Viktoriapark auf dem Kreuzberg. Damit knüpfen wir an die Ausdrucksformen der neuen Bewegungen auf der ganzen Welt an – was #NuitDebout und 15M können, können wir schon lange!
Bei der Versammlung wollen wir konkretisieren, was “Berlin für alle!” denn nun bedeutet. Verschiedene Arbeitsgruppen werden ihre Aktionsplanungen für den Sommer vorstellen. Es wird z.B. Aktionen zu Wohnraum für Alle, wie ein “Wohnraum-Tribunal” geben und die “NoStress-Tour” wird durch verschiedene Geflüchtetenunterkünfte touren und dabei kulturelle Angebote und rechtliche Aufklärungsarbeit zusammenbringen. Außerdem wollen wir besprechen, wie wir die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September außerparlamentarisch begleiten können und dafür erste Ideen vorstellen. Und natürlich sind neue Initiativen und Ideen wie immer sehr willkommen.

Egal ob ihr schon länger dabei seid oder neu dazustoßen wollt – wir laden euch herzlich zur 3. Versammlung ein! Tous Ensemble!

Bei schlechtem Wetter findet die Versammlung im Veranstaltungssaal des Mehringhof statt (Gneisenaustraße 2A, 2. Hinterhof, 1. Stock, 10961 Berlin).

Recht auf Stadt statt Schloss

Stadtschloss im Bau. Warum nicht lieber Wohnraum für Alle?

Hier könnte auch Ihre Wohnung entstehen!
Berliner Stadtschloss, Bild: micharl_be CC BY-NC-ND 2.0

Runter von der Straße rein ins Schloss!
Wohnzimmer statt Lobby!

Mittwoch 8. Juni: 19.00Uhr am Stadtschloss in Mitte

Bringt euren Hausrat mit, wir ziehen vor das Schloss!

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Berlin für alle – Bezahlbarer Wohnraum für alle!

Guter und bezahlbarer Wohnraum für Alle ist eine Forderung von uns

Vorstellung einer wohnungspolitischen Streitschrift

»Jeder Mensch hat das Recht auf angemessenen Wohnraum. Das Land fördert die Schaffung und Erhaltung von angemessenem Wohnraum, insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen, sowie die Bildung von Wohnungseigentum.« (Berliner Landesverfassung Art. 28)
Die Realität sieht allerdings anders aus!
Wir wollen diskutieren, wie eine Stadt mit Wohnraum für Alle erreichbar wäre.

Ort: Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalderstraße 4
Datum und Zeit: 16.06.2016 um 19:00 Uhr

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